Entwicklungsgeschichte LWL

Die Übertragungstechnik für Daten jeglicher Art mittels Datennetzwerken und Glasfaserkabeln hat seit der ersten Glasfaserproduktion im Jahre 1970 eine rasante Entwicklung durchgemacht. Die Geschwindigkeit, mit welcher sich diese Technik durchgesetzt hat, ist aussergewöhnlich. 
Vom ersten Laborversuch bis zu einem hohen Entwicklungsstand und einer breiten Anwendung sind nur gerade fünfzehn Jahre vergangen. Vergleichbar mit dem Automobil. Bis zur Nutzung durch die grosse Masse und einem hohen Entwicklungsstand vergingen fünfzig Jahre. 
  
Als es im Jahre 1970 der Firma Corning Glass erstmals gelang Glasfasern herzustellen, konnten diese noch nicht kommerziell genutzt werden. Zuerst musste eine Lichtquelle entwickelt werden, welche einen intensiven, stark gebündelten Lichtstrahl mit sehr kleiner Streuung erzeugt. 
Im Jahr 1971 gelang es den Bell Laboratories erstmals in der Geschichte eine Laser Lichtquelle herzustellen, die unter normalen Umgebungsbedingungen funktionierte. Ab 1973 waren Glasfaserkabel und Lichtquellen für die kommerzielle Nutzung verfügbar. Der Siegeszug der Glasfasertechnik nahm seinen Anfang.


Was ist ein Lichtwellenleiter
  1. Faserkern (Core)
    Multimode 50µm,
    Monomode 9µm
  2. Fasermantel (Cladding) 125µm
  3. Beschichtung 
    250-400µm Durchmesser
Licht Wellen Leiter oder einfach LWL genannt, bestehen tatsächlich aus Glas. Allerdings ist dieses Glas nicht mit unserem Fensterglas zu vergleichen. Fensterglas ist nur durchsichtig, hat aber viele Verunreinigungen die wir zum Teil nicht sehen, welche aber unsere Lichtimpulse ablenken würden. Glasfasern bestehen aus 99.9% reinem Silizium. LWL Fasern können entweder mittels Steckverbinder gesteckt werden oder die Fasern werden mit einem Lichtbogen fast verlustfrei gespleisst (zusammengeschmolzen).
 
Lichtwellenleiterarten
Grundsätzlich kennen wir zwei Fasertypen. Die Bezeichnung lautet Mono Mode Faser und Multi Mode Faser. Mit unserem Auge können wir den Unterschied dieser beiden Fasertypen nicht feststellen. Äusserlich sehen diese Fasern auch genau gleich aus. Beide Fasertypen haben einen Aussendurchmesser von 125 μm ohne Umhüllung, respektive 250 μm mit Umhüllung. Mono Mode Fasern können Daten bis zu 40 km ohne Verstärkung übertragen. Multimode Fasern können nur für kürzere Strecken eingesetzt werden. Der Grund ist die Lichtausbreitung in der Faser. Bei Multi Mode wird das Licht vom Fasermantel abgelenkt und legt so einen relativ langen Weg zurück bis zum Empfänger. Das Licht in der mono Mode Faser gelangt auf direktem Weg vom Sender zum Empfänger. Heutzutage werden fast nur noch Monomode Fasern verlegt.
Weitere Informationen: www.abl-ag.ch